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Datenschutz: So findest du raus, ob deine Website Cookies verwendet

Heiko Schneider

6 Min. Lesezeit

Verwendet deine Website Cookies? So findest du es raus.

Cookies sind das neue, böse Monster der Datenschützer und Gerichte. Dabei sind sie nicht nur dafür da, um die Besucher von Websites „auszuspionieren“, sondern sorgen auch für einen reibungslosen technischen Ablauf einer Internetseite. Spätestens im Rahmen der aktuellen rechtlichen Situation solltest du dir aber die Frage stellen, ob deine Website Cookies verwendet.

Wie du rausfindest, ob deine Website überhaupt Cookies nutzt und vor allem welche Cookies gesetzt werden, klären wir in diesem Kurztutorial mal kurz ab.

So kannst du prüfen, ob eine Website Cookies verwendet

Um zu prüfen, ob eine Website Cookies verwendet, benötigst du nicht mehr, als deinen Standardbrowser. Egal ob Chrome, Firefox oder Safari. Über die jeweiligen Entwicklertools siehst du im Reiter „Speicher“ die verwendeten Cookies. Alternativ kannst du Cookies auch mit einem Onlineservice checken.

Cookies deiner Website mit Onlinetools rausfinden

Fangen wir mal ganz einfach an. Wenn du keine Lust hast, groß an deinem Browser rumzuspielen, kannst du auch mit Hilfe eines Services rausfinden, ob deine Website Cookies verwendet und wenn ja, welche das sind.

Es gibt genau zwei Services, die ich dir hier empfehlen würde. Der erste Service ist…

Cookiebot

Cookiebot ist meine erste Anlaufstelle, wenn es darum geht, einen DSGVO und ePrivacy Check bei Websites zu machen.

Der Service ist grundsätzlich kostenlos, bietet aber auch ein Premiumabo an, wenn du einen Cookiebanner oder einen Scan über mehr als 100 Unterseiten brauchst.

Aber auch in der kostenlosen Variante hat Cookiebot schon einiges zu bieten, was dich ruhiger schlafen lassen dürfte.

Im kostenlosen Scanbericht findest du Informationen zu den Cookies einer Website wie

  • Name oder ID der gefundenen Cookies.
  • Anbieter, bzw. Host der Cookies.
  • Typ der Cookies.
  • Ablaufdatum
  • Cookie Zweck-Beschreibung

CookieMetrix

CookieMetrix bietet dir einen ähnlichen Service kostenlos an. Auch mit diesem Anbieter findest du schnell raus, ob deine oder eine fremde Website Cookies nutzt und welche das sind.

Auch hier bekommst du eine genau Auflistung über die Cookies, ihre Herkunft und ihren Verwendungszweck.

Als Beispiel zeige ich dir hier mal einen Screenshot einer Analyse. Hierbei handelt es sich um die Website des Bundesbeauftragten für Datenschutz.

Cookies finden - Screenshot CookieMetrix

Scheint ganz ok zu sein, bei den Herrschaften 😉

Wenn du dich fragst, ob deine Website Cookies verwendet, kannst du das im Safari Browser super schnell feststellen. Folge einfach diesen simplen Schritten und schon bist du im Bilde.

  1. Öffne die betreffende Website im Safari Browser.
  2. Klicke mit der rechten Maustaste auf einen leeren Bereich der Website .
  3. Im Kontextmenü wählst du Element-Informationen und öffnest damit die Entwicklertools am unteren Bildschirmrand.
  4. Wähle jetzt Speicher in den Tabs der Entwicklertools.
  5. Klicke in der linken Spalte auf den Punkt Cookies. Dir werden jetzt alle Cookies der Website angezeigt.

Cookies im Firefox Browser anzeigen

Auch im Firefox Browser kannst du das Vorhandensein von Cookies blitzschnell überprüfen. Diese Schritte führen dich direkt zur Cookie-Anzeige im Firefox Browser.

  1. Website im Firefox Browser aufrufen.
  2. Mit der rechten Maustaste das Kontextmenü im Firefox aufrufen.
  3. Aus dem Menü den Punkt Element untersuchen auswählen. Damit öffnest du die Entwicklertools.
  4. In den Entwicklertools auf den Reiter Web-Speicher klicken.
  5. In der linken Spalte siehst du jetzt den Punkt Cookies. Rechts werden dir alle Cookies deiner Website angezeigt.
So stellst du im Firefox fest, ob eine Website Cookies verwendet
Eine kurze Abfrage mit dem Firefox zeigt, dass hier gleich eine Cookie-Flut auf den Besucher ausgekippt wird.

Cookies einer Website im Chrome Browser anzeigen

Wenn du wissen möchtest, ob deine Website Cookies verwendet, funktionieren die folgenden Schritte im Chrome Browser. Beachte, dass die verschiedenen Menüpunkte hier etwas anders heißen, als in den anderen Browsern.

  1. Rufe im Chrome Browser die Website auf, deren Cookies zu anzeigen möchtest.
  2. Klicke mit der rechten Maustaste in eine leeren Bereich der Website und öffne damit das Kontextmenü.
  3. Im Kontextmenü rufst du den Punk Untersuchen auf. Die Developertools des Chrome Browsers öffnen sich.
  4. Im neu geöffneten Bereich am unteren Bildschirmrand wählst du den Tab Application aus.
  5. In der linken Spalte kannst du nun Cookies auswählen.
  6. In der Übersicht kannst du nun prüfen, ob eine Website Cookies verwendet.

Warum solltest du überhaupt prüfen, ob eine Website Cookies verwendet?

OK, jetzt wissen wir wie der Cookie Check in den verschiedenen Browsern funktioniert. Für viele Menschen ist aber wahrscheinlich völlig unklar, warum uns das überhaupt interessieren sollte.

Wenn du deine Website Datenschutz konform aufbauen möchtest, musst du auch wissen, ob deine Website Cookies verwendet und wenn ja, welche Cookies das sind.

Das ergibt sich alleine schon aus deiner Informationspflicht deinen Besuchern gegenüber. Zwar ist die Rechtssprechung auch im Bereich Cookies wunderbar schwammig. Es lohnt sich aber den sicheren Weg zu gehen, und bestmöglich über Cookies zu informieren.

Wo wir gerade beim sicheren Weg und Cookies sind: Deine Besucher müssen nicht nur über die Cookies auf deiner Website informiert werden, sondern sollten auch die Möglichkeit eines Opt-In bekommen.

Opt-In bedeutet, dass die Besucher erst zustimmen müssen, dass ein Cookie überhaupt erst gesetzt wird.

Um die Sache nicht komplizierter zu machen, als sie ohnehin schon ist, zeige ich dir hier die 3 Hauptpunkte auf, auf die du bei der Verwendung von Cookies achten musst.

  1. Opt-In statt Opt-Out
    Optimalerweise willigen deine Besucher dem Setzen von Cookies ein, statt eine automatische Einwilligung widerrufen (ein so genanntes Opt-Out) zu müssen. Das ist aktuell die sicherste Variante.
  2. Besser genau aufklären
    Du solltest versuchen, so transparent wie möglich zu arbeiten. Je exakter du deinen Besuchern erklärst, welche Cookies deine Website für welche Zwecke einsetzt, desto sicherer bist du rechtlich aufgestellt.
  3. Ein Klick für alle Cookies
    Du musst deine Besucher nicht für jeden Cookie einzeln nach ihrem OK fragen. Alle Cookies können auch mit nur einer einzigen Frage und einem OK des Besuchers abgeklärt werden. Weiterführende Informationen zu den Cookies deiner Website stellst du hinter einem Link zur Verfügung.

Setzt du diese 3 Punkte auf deiner Website um, musst du dir um rechtliche Fragen in naher Zukunft weniger Sorgen machen. Du übererfüllst damit schon die aktuellen Anforderungen.

Unter’m Strich

Die Hexenjagd auf Cookies halte ich für grundsätzlich verkehrt. Korrekt ist es, die Cookiewut der der großen Werbefirmen einzudämmen. Stellenweise wird da ja ordentlich übertrieben, wie alleine der Screenshot aus dem Firefox Browser oben zeigt.

Grundsätzliche Dinge, wie das Setzen von Cookies zu Analysezwecken, sollte man aber unangetastet lassen. Website-Analysen sind nicht nur wichtig, damit der Betreiber einer Website möglichst viel über die Besucher erfährt. Sie dienen vor allem der Optimierung der Inhalte auf die Bedürfnisse der Besucher.

Wenn ein Websitebetreiber nahezu blind ist und gar nicht mehr sieht, welche Inhalte gut ankommen, wird jeder neue Content ein Schuss ins Blaue. Der Betreiber wird nie wissen, wie er seine Absprungraten senken kann, oder Inhalte an bestimmten Stellen optimiert werden müssen.

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Heiko Schneider

Heiko Schneider ist Mitbegründer von Adbites. Er ist bereits seit 1997 in der Online Marketing Branche und verfügt damit über mehr als 20 Jahre Erfahrung, wenn es um mehr Traffic, mehr Kunden und Umsatz durch Online Marketing geht. Als Berater und Stratege hat er u. a. Unternehmen wie Henkel, Underberg, LBS & Hochtief geholfen, ihre Sichtbarkeit drastisch zu erhöhen.

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